Linas (22) Geschichte

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Lina (22): „Jetzt habe ich das Gefühl, das Richtige zu tun“

„Eigentlich wollte ich was mit Medien studieren, aber mein Abi-Schnitt hat für die Medieninformatik an der HTW nicht gereicht.“

Also hat Lina an der Uni begonnen Informatik zu studieren, mit der Hoffnung später wechseln zu können. Über die Möglichkeit, auch an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden Informatik zu studieren, hat sie nie nachgedacht.

„Schon im 2. Semester hatte ich Leistungsprobleme, zu viel Theorie, mir fehlte der praktische Bezug, das Teamgefühl, und es war auch nichts mit Medien. So ging meine Studienmotivation verloren. Eine Prüfung drohte im Drittversuch zu scheitern. Ich hatte Existenzängste, weil ich Sorge hatte, nicht alle Leistungsnachweise fürs BAföG vorlegen zu können.

Die Psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerkes fing Lina auf. Hier bekam sie den Hinweis, auch ein Urlaubssemester einlegen zu können, um Geist und Seele wieder klar zu bekommen. Außerdem erfuhr sie, dass die Studien-und Berufsberatung der Agentur für Arbeit jede Woche eine Sprechstunde an der Uni vor Ort anbietet. Eine Beratung ist dort auch ganz ohne Termin möglich.

Diese Beratung habe ich auch zum nächstmöglichen Zeitpunkt wahrgenommen. Wir haben über einen möglichen Wechsel an die HTW Dresden geredet und über die Option ein Urlaubssemester einzulegen. Außerdem habe ich erfahren, dass ich während des Urlaubssemesters sogar Arbeitslosengeld II beim Jobcenter beziehen kann. Um Zeit zu gewinnen, habe ich mich dafür entschieden und dies beim Jobcenter beantragt.“

Während ihrer Auszeit vom Studium suchte sie für sich mit Hilfe der Beraterin der Agentur für Arbeit nach der besten Option.

Mir wurde zu einem studienfeldbezogenen Beratungstest im Bereich Informatik geraten, mit dem Ergebnis einer nur bedingten Eignung. Das war bitter, aber auch erlösend. Einen Wechsel an die HTW Dresden wollte ich nun nicht mehr verfolgen.“

Lina fand durch mehrere Beratungsgespräche und verschiedene individuelle Tests mit der Beraterin heraus, dass eine Berufsausbildung für sie geeignet erscheint. Sie entschied sich letztendlich für die Berufe Medienkauffrau und Kauffrau für Marketingkommunikation.

„Das entsprach auch meinem kommunikativen Naturell. Auch Ausbildungsplatzangebote bekam ich sofort vermittelt und die Erstattung der Bewerbungskosten angeboten. Ich hatte Glück! Heute bin ich am Ende des zweiten Ausbildungsjahres als Kauffrau für Marketingkommunikation. Weil ich Abitur hatte, konnte ich sogar ins zweite Ausbildungsjahr einsteigen und ein Jahr verkürzen."

Heute fühle ich mich zufrieden. Der Weg in der Hochschule war für mich schwer und steinig. Und ich muss zugeben, meine Studienwahl eher blauäugig getroffen zu haben. Ich bin froh über die Hilfen, die sich mir geboten haben. Mein persönlicher Tipp: Am besten vorher besser informieren!“

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